Dietmar Förste
Dietmar Förste

 Sexualiät                           

 

Unbewusste Sexualität 

 

"Unbewusste Sexualität" scheint zu "bewusst gewollter Sexualität" ein Gegensatz zu sein. Dem ist auch so! Unser Unbewusstes nimmt über 99,99 % der Steuerung unserer selbst ein und nur weniger

als 1 Promille ist Bewusstsein. Schon daraus lässt sich leicht erkennen, was uns tatsächlich in unserem

Leben steuert: es sind nicht die Gedanken und Wünsche, die wir haben, sondern die Gefühle, die in

unserem Unbewussten gespeichert sind. Und dieser Speicher ist Millionen mal größer als der leistungsfähigste Computer auf dieser Welt. In diesem riesigen Speicher sind die Gefühle von mehreren Generationen der Erzeuger-Familien enthalten.

Bei der Zeugung werden unbewusst die Gefühle der Eltern auf das Kind übertragen. Deshalb fühlen und handeln wir wie unsere Eltern und werden ihnen im Laufe des Lebens immer ähnlicher. Auch, wenn wir das nicht wollen oder die Verhaltensmuster der Eltern sogar ablehnen.

Um diesen Zwiespalt " ich werde mal nicht wie meine Mutter/Vater" nicht bewusst zu erleben, hat die Psyche das Verdrängen eingerichtet.

Das bedeutet: Ich bin wie meine Mutter, wie mein Vater, aber ich erkenne das nicht, will das auch nicht erkennen und bestreite es sogar oft im Außen, im Bewusstsein, obwohl andere Menschen es so wahrnehmen.

Eine nun sehr bedeutende unbewusste Informationsweitergabe der Eltern an ihre Kinder ist deren tatsächliche sexuelle Erlebnisfähigkeit.

Von der Schöpfung her sind wir Menschen sexuell lustvolle Wesen. Schöne Gefühle beim Liebesspiel sind für unsere körperliche und seelische Gesundheit lebensnotwendig und können mit nichts anderem ersetzt werden. Wir brauchen die Wärme und Nähe in diesem Miteinander. Durch nichts anderes kann wirkliche Zuwendung und Liebe so intensiv und wahrhaftig seinen Ausdruck finden.

Jeder spürt sofort, ob er sich vom Sexualpartner wahrgenommen und damit  beachtet fühlt, oder wieder allein ist mit sich.

Es gilt also zu verstehen, dass das von der Schöpfung vorgesehene, lustvolle Erleben von Sexualität durch das Unbewusste begrenzt werden kann, auch weit über den Zeugungsakt hinaus.

Zum Beispiel möchte der Mann abends gern lustvollen Sex mit seiner Partnerin haben und bereitet alles im Umfeld sorgfältig und fantasievoll vor, Beleuchtung, Musik, Ambiente. Doch im Moment der

Vereinigung versagt ihm sein Penis den "Dienst" und er ist totunglücklich. Beide sind unglücklich.

Sie fragt sich, was sie falsch gemacht hat und er fühlt sich als Versager, minderwertig.

Ursache können zum Beispiel bei ihm tiefe Minderwertigkeitsgefühle im Unbewussten gegenüber seiner Mutter sein, die er auf die Partnerin überträgt. Oder er fühlt sich unbewusst abgelehnt von der Mutter und projiziert diese Ablehnung auf alle Frauen und auf seine Sexualpartnerin(en).

Das sind nur zwei Beispiele von vielen Möglichkeiten aus denen unbewusst Erektionsstörungen entstehen können.

Das heißt, der Betroffene weiß es in seinem Bewusstsein nicht und will es auch anders haben.

Auch Ekelgefühle begrenzen lustvollen Sex sehr.

Durch die Informationsübertragung von Eltern, meist den Müttern oder Großmüttern, kommt häufig die unbewusste Botschaft, dass Sex etwas Unanständiges, etwas Verwerfliches sei.

Da das Kind von der Mutter geliebt werden will, nimmt es sich unbewusst dieses Gefühl an und findet sich darin "richtig", jedoch im bewussten Sexerleben begrenzt.

Selbst das Fruchtwasser und Schleim im Mutterleib kann als Ekelgefühl beim Kind mit ins Leben genommen werden, wenn das Kind sich zu diesem Zeitpunkt schon abgelehnt oder nicht genug geliebt gefühlt hat. Das Ekelgefühl bleibt dann in Form von Widerwille gegen alle Körpersäfte beim Sex bestehen, eigene und/ oder die vom Sexualpartner. Wenn der Partner dieses Ekelgefühl spürt,

bezieht er es meist auf sich selbst, indem er sich "schmutzig" und abgelehnt fühlt. Ekelgefühle können auch auf Tiere, Menschen, Gegenstände, Gerüche übertragen werden.

Ein ganz großes Thema, welches zu einschneidenden Begrenzungen im sexuellen Erleben führt, ist der (unbewusste) Wunsch von Mutter/ Vater, Großmutter/ Großvater, dass das entstehende Kind im Mutterleib ein anderes Geschlecht sein soll als es ist. Ein Mädchen soll eigentlich ein Junge sein oder ein Junge soll eigentlich ein Mädchen sein. (Es geht hier nicht um das Phänomen "Homosexualität", das hat noch andere Informationen als Ursache).

Bei Mädchen führt das sogar oft zur Reduktion der Ausbildung der Fraulichkeit. Das zeigt sich im Außen oft durch schmale Hüften, kleine Brüste und sehr kurze Haare. Im Inneren kommt es zu einem dauernden Gefühl, beim Sex nicht richtig zu sein und deshalb auch unbewusst keine Freude dabei empfinden zu dürfen: "ich habe ja meine Aufgabe noch nicht erfüllt, ein Junge/ Mädchen zu sein…" Erfüllt wird diese Aufgabe… nie. Immer wieder auftretende Schmerzen bei der Menstruation sind ebenfalls ein Indiz für die unbewusste Ablehnung der eigenen Weiblichkeit.

 

Natürlich können genauso auch Männer unbewusste Begrenzungen haben, die ihre Potenz und Erektionsfähigkeit oder Halten der Erektion beim Geschlechtsakt bis zum Versagen einschränken können. Oder der Akt auf das heftige "Stoßen" reduziert wird, ohne Nähe oder Zärtlichkeiten annehmen, geben oder wahrnehmen zu können. Das "heftige Stoßen" hat oft unbewusst eine Bestrafung gegenüber Frauen, insbesondere der Mutter als Ursache.

 

Auch eigene, den Eltern selbst unbewusste Traurigkeit und Ablehnung schränken die Wahrnehmung der Gefühle ihrer Kinder stark ein. Das führt bis zur völligen Nichtwahrnehmung des Sexualpartners.

Solche Menschen können oft Nähe nicht aushalten, vollziehen nur kurz den Akt und/ oder geben dem Partner keinerlei Zärtlichkeiten und Beachtung.

Dadurch entsteht eine totale Unzufriedenheit, die bis zu Missbrauchsgefühlen führen kann. Meistens sind Frauen betroffen.

Und zu allem Leidwesen wirkt immer das Gesetz der Anziehung. Das heißt, ich suche mir den Sexualpartner aus, der meine inneren Begrenzungen bedient und selbst ähnliches oder das Gleiche in sich trägt. Dies führt fast zwangsläufige in eine lebenslange Einschränkung, nicht selten bis zur totalen Vermeidung von Sex.

Wer in der Kindheit kaum Liebe und Zärtlichkeit erfahren darf, wird ohne Hilfe ein Leben lang Schwierigkeiten haben, die Sehnsucht nach körperlicher Zuwendung in der natürlichsten Form der sexuellen Liebe ausleben zu können. In ihren drastischsten Auswirkungen kann sich diese Fehlinformation in Kindesmissbrauch und Vergewaltigung wiederspiegeln.

Unbewusst stillen die Betroffenen damit ihren Liebesmangel. Sex, der im Bewussten verboten oder nicht gelebt werden kann, wird unterbewusst durch den Gewaltakt "legalisiert".

Dabei spielt es keine Rolle, dass diese Menschen durch das Erlebnis und die dabei auftretenden Lebensängste auch traumatisiert werden können.

Gerade beim Kindesmissbrauch kommen die "Täter" nicht selten aus dem Bekannten- und Familienkreis. Ein trauriges, sich abgelehnt und ungeliebt gefühltes Kind ist ein nur allzu leichtes "Opfer".

Das sind fast unglaubliche Beispiele, wo Unbewusstes und Bewusstes wie zwei verschiedene Welten erscheinen und doch zu einem Menschen gehören.

Die gute Nachricht ist, dass durch meine Methode über Hypnose und psychologische Arbeit im Unbewussten Begrenzungen veränderbar, wandelbar sind. Begrenzende Gefühle werden dabei nicht gelöscht, jedoch über den Weg der Selbsterkennung im Unbewussten mit guten Gefühlen an genau der gehirngeschichtlichen Speicherstelle "überschrieben".  Das ist ein längerer Weg, der sich in jedem Fall lohnt.

Institut für alternative Wege zur Erhaltung der Gesundheit / Kathrin Kain und Dr. Dietmar Förste GbR
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